20 Millionen Tonnen erneuerbarer Wasserstoff pro Jahr: Bis 2030 will die Europäische Union 10 Millionen Tonnen selbst produzieren und weitere 10 Millionen Tonnen importieren. Das Ziel ist gesetzt. Ob daraus ein funktionierender Markt entsteht, entscheidet sich jedoch nicht allein an der Erzeugungsmenge.
Wasserstoff muss erzeugt, gespeichert, transportiert, nachgewiesen und am richtigen Ort verfügbar gemacht werden. Dafür müssen physische Infrastruktur, verlässliche Daten und tragfähige Geschäftsmodelle ineinandergreifen. Vor allem aber braucht es Menschen aus Wirtschaft, Forschung und Politik, die ihre Erfahrungen und Handlungsspielräume zusammenbringen.
Am 1. Oktober 2026 schafft das ZIM-Innovationsnetzwerk NextHylo dafür einen gemeinsamen Arbeitsraum an der Jade Hochschule Wilhelmshaven. Neben den Netzwerkpartnern sind ausdrücklich externe Fach- und Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Forschung und Politik eingeladen, die Wasserstoffprojekte umsetzen, erforschen, finanzieren, fördern oder die politischen Rahmenbedingungen gestalten.
Die Wasserstoff-Logistik ist mehr als eine Transportfrage
NextHylo bringt Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammen, die physische Wasserstoff-Infrastruktur mit digitalen Diensten verbinden wollen. Im Mittelpunkt stehen die physischen und digitalen Schnittstellen, an denen fehlende Standards, isolierte Lösungen und unverbundene Daten den Markthochlauf bremsen.
Mehr über die Ziele, Forschungsschwerpunkte und Partner des Netzwerkserfahren Sie unter www.nexthylo.de.
Wenn die richtigen Perspektiven gleichzeitig im Raum sind
Das Treffen richtet sich deshalb bewusst über den Kreis der Netzwerkpartner hinaus. Wer bereits an Wasserstoffprojekten arbeitet, trifft in Wilhelmshaven auf andere Akteure, die vergleichbare Herausforderungen aus einer anderen Rolle betrachten.
Unternehmen bringen Erfahrungen aus Umsetzung, Betrieb und Markt mit. Forschungseinrichtungen ordnen technische Möglichkeiten ein und machen Entwicklungsbedarfe sichtbar. Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik können erläutern, welche Rahmenbedingungen entstehen und unmittelbar erfahren, an welchen Stellen bestehende Vorgaben oder fehlende Klarheit Projekte in der Praxis bremsen.
Der Nutzen liegt nicht in einer weiteren allgemeinen Debatte über das Potenzial von Wasserstoff. Er liegt darin, konkrete Probleme dort zu adressieren, wo technische Kompetenz, Praxiserfahrung und politischer Gestaltungsspielraum zusammenkommen.
Zwei Stunden, in denen Beteiligung zum Programm gehört
Der Nachmittag beginnt mit dem Ankommen und der Begrüßung. Anschließend geben Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik Impulse zur weiteren Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft. Nach einer Kaffeepause mit Begleitausstellung folgt der Programmpunkt „Gemeinsam sind wir stark“ ein interaktiver Austausch.
Dabei geht es nicht um eine klassische Abfolge von Vorträgen und Podiumsdiskussionen. Die Teilnehmenden arbeiten mit den Fragen und Erfahrungen, die sie aus ihren eigenen Vorhaben mitbringen:
- Welche Hürden bremsen derzeit den Aufbau funktionierender Wasserstoff-Logistik?
- Wo fehlen Schnittstellen, Standards oder verlässliche Daten?
- Welche Probleme müssen gegenüber Politik und Fördergebern klarer benannt werden?
- Wo ergänzen sich Kompetenzen so, dass daraus ein gemeinsames Projekt entstehen kann?
Unter dem Leitgedanken „Gemeinsam sind wir stark“ sollen nicht nur Kontakte entstehen. Ziel ist es, Herausforderungen zu präzisieren, geeignete Partner zusammenzubringen und belastbare Anknüpfungspunkte für Kooperationen zu erkennen.
Vom bekannten Kontakt zum neuen Projektansatz
Das Netzwerktreffen bietet Raum, bestehende Kontakte zu vertiefen und neue Verbindungen aufzubauen. Für externe Gäste eröffnet es zugleich einen direkten Zugang zu einem Netzwerk, das technologische, wissenschaftliche und unternehmerische Kompetenzen entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette bündelt.
Ob aus einem Gespräch später ein Forschungsprojekt, eine technische Kooperation oder ein besseres Verständnis für politische Rahmenbedingungen wird, lässt sich nicht vorab festlegen. Aber die Voraussetzung ist immer dieselbe: Die relevanten Akteure müssen voneinander wissen und ihre Bedarfe offen benennen können.
Veranstaltung auf einen Blick
- Datum: Donnerstag, 1. Oktober 2026
- Uhrzeit: 14:00–18:00 Uhr
- Ort: Jade Hochschule Wilhelmshaven
- Teilnehmende: Netzwerkpartner sowie externe Gäste aus Politik, Wirtschaft und Forschung
- Programm: Begrüßung, politische Impulse, Begleitausstellung und zweistündiger interaktiver Austausch
- Teilnahme: kostenlos, Anmeldung erforderlich, Teilnehmerzahl begrenzt
- Anmeldeschluss: September 2026
Wer Wasserstoffprojekte umsetzt, erforscht, finanziert, fördert oder politisch begleitet, kann am 1. Oktober die Perspektiven treffen, die im eigenen Vorhaben häufig fehlen. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, empfiehlt sich eine frühzeitige Anmeldung.
Quelle der Marktdaten: Europäische Kommission, REPowerEU und European Hydrogen Bank.